Bereits der erste Biotta Saft im Jahre 1957 war aus biologischem Anbau. Seitdem werden bei uns konsequent und zu 100% biologische Säfte hergestellt. Doch was genau bedeutet Bio eigentlich? Und was sind die Unterschiede zu konventioneller Landwirtschaft?

Was zeichnet den Bio-Landbau aus?

  1. Ganzheitliches Denken:
    Der biologische Landbau wird als ganzheitliches, ökologisches System betrachtet, das Boden, Pflanzen, Tiere, Menschen, Wasser und Luft umfasst.
  2. Naturgemässes Düngen:
    Es umfasst nährstoffreiche, lebendige, tierische und mineralische Komponenten.
  3. Verzicht auf Kunstdünger, chemische Spritzmittel und gentechnisch veränderte Organismen


Unterschied biologischer und konventioneller Anbau

Biologischer Anbau

  • Ernährung der Pflanzen über die Mikroorganismen des lebendigen, gesunden Bodens
  • Natürliche Düngung wie Kompost, Stallmist, Gründüngung, etc.
  • Einsatz und Förderung von Nü̈tzlingen
  • Kunstdünger, Pestizide und GVO sind verboten

Konventioneller Anbau

  • Direkternährung der Pflanzen mit Kunstdünger, dadurch Schwächung der Pflanzen, Verlust der Widerstandskraft
  • Anfälligkeit auf Krankheiten und Schädlinge
  • Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden
  • Schädigung der Nützlinge, Pestizid- und Antibiotika-Rückstände in Boden, Wasser und im Menschen


Der Kreislauf des biologischen Landbaus

Die Bio-Vordenker

Zwei Männer prägten in entscheidender Weise die Entwicklung des biologischen Anbaus:

Dr. Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, hat bereits in den 20er-Jahren in seinen Landwirtschaftskursen die Grundlage des sogenannten biologisch-dynamischen Landbaus festgelegt. Nebst der Bodenpflege werden im Anbau nach anthroposophischen Grundsätzen auch der Einfluss von Mond und Sternen berücksichtigt. In den 40er-Jahren begründete Dr. Hans Müller den organisch-biologischen Landbau. Diese Anbaumethode ist heute weltweit am meisten verbreitet. Biotta arbeitet nach diesen Richtlinien.

Für die beiden Vordenker war der Boden nicht nur ein notwendiges Übel, wie er damals von den Agro-Chemikern betrachtet wurde. Die Bio-Pioniere erkannten einen lebendigen Boden als notwendige biologische Stufe, beherbergt er doch pro Kubikzentimeter mehrere Milliarden Lebewesen, sogenannte Mikroorganismen (Bakterien, Enzyme und Pilze). Sie haben die entscheidende Aufgabe, den Pflanzen Nahrung aufzubereiten. Je gesünder und vielseitiger diese Mikroorganismen sind, umso widerstandskräftiger werden die Pflanzen. So können sie sich selbstständig gegen Krankheiten und Schädlinge wehren.